KOMMUNALWAHL BG-Fraktion möchte Rüthen konsequent weiterentwicken

Die Mitglieder der BG Rüthen setzen sich für die Bergstadt ein. FOTO: BSDUREK
VON SARAH BSDUREK
Rüthen – „Wir versuchen, schon weit ins Vorne die Weichen zu stellen, wir sind ehrlich und konsequent. Wenn wir für etwas stehen, dann stehen wir dazu, es sei denn, es kommen neue Argumente dazu, die beachtet werden müssen“, sagte Susanne Dönnecke von der BG. „Wir machen uns für Rüthen stark und sind nicht an die große Politik gebunden“, ergänzte Fraktionsvorsitzende Annette Herbst-Köller im Gespräch mit der Redaktion. Und das sind die „Top-5-Themen“:
Erneuerbare Energien
„Wir möchten ehrliche Politik machen und Farbe bekennen“, sagte Herbst-Köller und deswegen habe die BG für das gemeindliche Einvernehmen für die Windräder zwischen Möhne und Kattensiepen gestimmt. „Das ist ein privilegiertes Verfahren und deswegen haben die Investoren das Recht, die Windräder dort zu bauen.“
Zudem sei in der heutigen Zeit völlig unmöglich, wieder auf fossile Energien zu setzen. „Das ist ein Schritt in die Steinzeit zurück, das können wir uns überhaupt nicht erlauben“, sagte Dönnecke mit Blick auf Gaskraftwerke. „Die fehlenden Einnahmen aus dem Wald müssen mit erneuerbaren Energien aufgefangen werden“, sagte Alexandra Stallmeister. Die Erträge aus der Windkraft sollen helfen, die Steuern stabil zu halten.
In diesem Zusammenhang sei die BG auch sehr interessiert an Energiespeichern. „Wenn alle Windräder gebaut sind, die jetzt geplant sind, kommt uns die Energie nämlich zu den Ohren wieder heraus.“ Und durch hiesige Akteure bleibe die Wertschöpfung in Rüthen.
Trinkwasser
„Trinkwasser vor Steinabbau ist und bleibt bei uns eine Priorität.“ Rüthen sei in der Trinkwasserversorgung gut aufgestellt und das müsse auch so bleiben. Die BG möchte auch weiterhin auf die Wasserpreise Einfluss nehmen und erreichen, dass nicht nur über die Grundgebühr erhöht wird, sondern auch über den Verbrauch, sodass es sich lohnt, Wasser zu sparen.
Digitalisierung
Die Digitalisierung sei eine Mammutaufgabe, weil viele Unternehmen und Subunternehmen unterwegs seien. „Das liegt aber auch ein bisschen in der Natur der Sache, weil das riesige Projekte sind. Aber es ist wichtig, damit wir hier auf dem Land nicht abgehängt werden.“ Im Lindental sei die Versorgung noch katastrophal, „da müssen wir in der neuen Legislaturperiode noch mal dran“, sagte Michael Sauerland. Die Verlässlichkeit für die Wirtschaft sei sehr wichtig.
Aber es sei schon vieles erreicht worden unter anderem mit der 5G-Abdeckung und der Versorgung der Schulen. Auch die IT-Administration im Rathaus habe sich sehr gut entwickelt.
Schulen und Kitas
Im Bereich Schulen in Kindergärten sei Rüthen sehr gut aufgestellt, auch durch die rweiterung in Westereiden und Kallenhardt.
„Total klasse ist der St. Josefkindergarten im Generationenwohnpark“, ist Herbst-Köller der Meinung. „Das ist so ein Mehrwert für Rüthen.“ Und durch die Vermeidung eines Neubaus habe die Stadt viel Geld einsparen können.
Wohnraum
Aktuelle Projekte zur Wohnraumschaffung und zur Schaffung von Bauland werden von der BG unterstützt. „Wo Möglichkeiten zur sogenannten Abrundung der Ortschaften da sind, sollte das auf jeden Fall gemacht werden, damit junge Leute, die im Ort bleiben möchten, auch die Chance haben“, so die Fraktionsvorsitzende.
„In Oestereiden weiß ich, dass es auch weitere Ideen gibt, ob die wirklich umgesetzt werden können, ist die nächste Frage“, verrät Sauerland. „Es gibt ja noch genug Baulandflächen, die aber privat sind und die Eigentümer sind nicht bereit, die zu verkaufen“, merkt Stallmeister an.
Deswegen habe die BG auch die Grundsteuer C mit differenzierten Hebesätzen einführen wollen, damit diese freien Flächen höher besteuert werden können und so die Eigentümer doch bereit wären, zu verkaufen.
Quelle: Der Patriot - 07.08.2025